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Corporate Minigames auf Messeständen

Corporate Minigames auf Messeständen

Minispiele zur Interaktion mit Besuchern kennen manche von den bekannten Google-Doodles. Diese gibt es an verschiedenen Tagen und ersetzten das Google-Logo auf der Startseite. Dass man solche Minigames immer wieder sieht, ist nicht ohne Grund, denn sie stärken nachweislich die positive, emotionale Bindung zu einem Unternehmen oder einer Marke.

Minispiele erwecken mehr Aufmerksamkeit und erhalten das Interesse wesentlich länger als ein Video oder eine Grafik und sind darüber hinaus auch vielseitig einsetzbar. Aus diesem Grund finden sie immer häufiger Einsatz auf Webseiten, in Verkaufsräumen und vor allem auch auf Messeständen. Gebrandete Minigames haben sich als eine beeindruckende und erfolgreiche Marketingstrategie erwiesen, die in der Kommunikation mit verschiedenen Zielgruppen - egal ob Interessenten, Kunden, Bewerber, Lieferanten - Vorteile bietet.

In diesem Blogbeitrag werden wir uns genauer mit Minigames auf Messeständen befassen.

 

Allgemeines zu Minispielen:

Von 2019 bis 2023 ist die Anzahl von Personen die Handyspiele spielen von 2,6 auf 3 Milliarden gestiegen. Wenn man bedenkt, dass die Weltbevölkerung 7,5 Milliarden beträgt und davon 6,6 Milliarden die Möglichkeit haben, eine Internetverbindung aufzubauen, ist dies eine sehr beeindruckende Quote.

Einige weitere sehr interessante Statistiken sind unter anderem:
(Quelle: Jahresreport der deutschen Games-Branche 2023)

  • Es spielten 2023 rund 48 % der Frauen und 52 %  der Männer in Deutschland Games.
  • Der Altersdurchschnitt liegt bei 37,9 Jahren und ist stetig steigend.
  • Die größte Gruppe bilden mit einem Drittel Personen zwischen 50 und 69 Jahren.
  • 78% der Spieler*innen sind mindestens 18 Jahre alt.
  • Smartphones sind das beliebteste Spielgerät.
  • Die Spielerzahl ist von 2019 bis 2023 um 6% gestiegen.

Dies zeigt mit besonderer Klarheit, wie breit gefächert die Zielgruppe ist, die sich bereits (privat) mit Spielen beschäftigt. Gaming gehört schon längst zum Alltag von Millionen Personen, unabhängig vom Alter, Geschlecht und sozialen Hintergrund.

 

Der Einsatz von Spielen auf Messeständen

Die Minigames der Deutschen Bahn auf verschiedenen Geräten

Dass Spiele im Allgemeinen auf Messeständen eingesetzt werden, ist nichts Neues. Häufig passiert dies durch diverse Gewinnspiele, die wohl mittlerweile niemanden mehr überraschen. Ebenfalls werden häufig Bewegungsspiele, Fotoboxen und Schätz- /Ratespiele eingesetzt, um für Interaktivität zu sorgen. Solche Spiele können mittlerweile leider kaum noch für Überraschungsmomente sorgen und ziehen damit immer weniger Aufmerksamkeit auf sich.

Ein weiterer etwas unschöner Punkt ist hier: diese Spiele haben meist nichts mit dem Unternehmen und seinen Produkten zu tun. Wenn man nicht gerade Fotoboxen verkauft, ist dies zwar eine nette Interaktionsmöglichkeit, die auch durchaus ihre Berechtigungen hat, allerdings lernen Besucher nichts über das Unternehmen und dessen Produkte. Das bedeutet, dass diese Interaktionen zwar in erster Linie als Besuchermagnet fungieren können, danach aber nicht für qualifizierte Leads oder Verkaufsgespräche sorgen.

 

Die Alternative: Corporate Minigames

An der Stelle möchte ich den potenziellen Einsatz eines Corporate Minigames anhand eines Beispiels präsentieren.
Wir haben für ein Unternehmen in der Pharmaindustrie ein Spiel entwickelt, welches als Interaktiver Eyecatcher auf einem Messestand fungieren sollte.

Das Konzept: das Unternehmen stellt ein Medikament her, welches sich im Besonderen durch seine Wirkungsdauer von anderen herkömmlichen Produkten abhebt. Das Spiel wurde als klassisches Jump & Run erstellt, welches ein allgemein bekanntes Spiel-Prinzip ist und somit eine geringe Hemmschwelle für Besucher darstellt. Die Aufgabe ist, den Spielcharakter in Form eines Hundes durch alle vier Jahreszeiten laufen zu lassen, bis dieser das Ziel (Abschluss des Jahres) erreicht hat. In dieser Zeit wird er von Parasiten angegriffen und muss diesen ausweichen. Am Anfang einer jeden Jahreszeit kann der Spieler zwischen dem Medikament des Unternehmens und einem alternativen Produkt wählen. Wählt er das Produkt des ausstellenden Unternehmens, hat er eine längere Wirkungsdauer gegen die Parasiten und somit einen Vorteil im Spiel. Das Produkt stellt sich also als wahre Unterstützung heraus und simuliert die Vorteile des Produkts gegenüber anderen Anbietern.

In diesem Spiel sieht der Besucher hautnah die Vorteile des Produktes und ist „selbst betroffen“. Er merkt den Schutz des Produktes und wählt bei kommenden Jahreszeiten nur noch das Produkt des Unternehmens. Hierbei wird ein positiver, auf Fakten beruhender Eindruck erschaffen, welcher zusammen mit dem Erlebnis in Erinnerung bleibt. Der Inhalt und die Storyline des Spiels bieten anschließend den perfekten Einstieg in das Verkaufsgespräch. Das Spiel wurde mehrfach eingesetzt und hatte jede Mal großen Erfolg und eine sehr positive Resonanz.

Ingame Ansichten aus dem einem Corporate Jump and Run für MSD

 

Die Vorteile von Corporate Minigames


Der Eyecatcher

Corporate Minigames werden selbstverständlich im Design des Unternehmens oder in einem spezifischen Produkt Branding erstellt. Alleine dadurch hebt es sich schon von den Spielen ab, die man sonst von Drittanbietern einsetzt und bindet sich perfekt in das Gesamtbild des Messestands ein. Eine durchgängige Design-Sprache zeugt von Professionalität und sieht einfach fantastisch aus.

Positive Markenwahrnehmung

Spiele haben eine bemerkenswerte Fähigkeit, positive Emotionen hervorzurufen. Indem Unternehmen diese anbieten, können sie eine emotionale Bindung zu ihrer Marke herstellen. Wenn die Messebesucher positive Erfahrungen mit dem Minigame machen, wird diese positive Stimmung auf die Marke übertragen.

Datenerfassung und Lead-Generierung

Minigames können außerdem genutzt werden, um Kontaktdaten zu erfassen und so auch Leads zu generieren. Ein ganz einfacher Weg ist hier das Einführen von Highscore Listen. Diese bieten mehrere Vorteile. Nicht nur sind die Spieler angeregter ein gutes Spiel Ergebnis zu erzielen, um anschließend auf der Highscore Liste zu landen, sondern auch werden sie dafür gerne ihre Kontaktdaten (z.B. E-Mail-Adresse) hinterlegen. Verbunden mit einem Opt-In (Einwilligung zur Kommunikation für Werbezwecke) hat man hier also schon einen Lead generiert, der sich zumindest spielerisch mit den Produkten und dem Unternehmen auseinandergesetzt hat. Wenn nun noch eine Teilfunktion hinzugefügt wird, sodass der erzielte Highscore über Social Media geteilt werden kann, machen die Spieler direkt Werbung für das Spiel und somit indirekt für das Produkt und Unternehmen.

 

Unterhaltung und Erinnerungswert

Ein gut gestaltetes Minigame kann lange nach der Messe im Gedächtnis bleiben und somit das Unternehmen von der Konkurrenz abheben. Ein weiterer Vorteil ist hier, dass das Minigame nicht nur auf dem Messestand bleiben muss. Stattdessen kann es auch nach der Messe vielseitig eingebunden werden (z.B. auf der Unternehmenswebsite) und so auch nach der Veranstaltung noch für Customer Engagement und Kundenbindung sorgen.

Icebreaker für ein Kundengespräch

Das Standpersonal kann das Spiel als Einstieg für ein Gespräch verwenden. Durch die direkte Integration des Unternehmens oder Produkts in das Spiel wird dieses unmittelbar angesprochen. Und nicht nur wird es angesprochen, sondern Produktvorteile oder besondere Merkmale werden dem Spielenden inhaltlich über das Spiel vermittelt. Somit bietet das Minigame einen angenehmen und natürlich wirkenden Gesprächsauftakt durch das Standpersonal.

 

Worauf es bei Minigames ankommt

Beim Entwurf eines Konzeptes ist es entscheidend, die Zielgruppe des Unternehmens im Blick zu behalten. Ältere Zielgruppen haben oft bereits in ihrer Jugend Erfahrungen mit Spielen gemacht, deren Prinzip oder Konzept man wieder aufnehmen kann. Durch den Einsatz klassischer Spielmechaniken, beispielsweise aus der Arcade-Ära, lässt sich ein hoher Nostalgiewert erzielen, der die Besucher begeistert.

Die Konzepte sollten einfach verständlich sein. Idealerweise genügen zwei Sätze zur Spielbeschreibung. So wird die Hürde, sich damit zu beschäftigen, möglichst niedrig gehalten.

Die Spiele sollten nicht länger als wenige Minuten dauern. Das Ziel ist nicht, die Teilnehmer lange zu binden, sondern kurze Spiele ermöglichen es mehreren Personen, daran teilzunehmen, ohne die Gefahr, dass jemand vorzeitig abbricht.

Die Spiele sind auf verschiedenen Geräten verfügbar: darunter Smartphones, PCs, Tablets und Touch-Displays bzw. -Stelen. Weitere Geräte sind auf Anfrage ebenfalls möglich und erfordern weder eine Installation noch einen Internetanschluss.

Ein Corporate Minigame im Design der Metapilots

Fazit:

Die Integration von individuell gebrandeten Minigames auf Messeständen stellt eine lohnende Investition dar, die auf vielfältige Weise Rendite verspricht. Unternehmen können ihre Messeauftritte erheblich optimieren, indem sie die Attraktivität des Stands steigern, eine positive Markenwahrnehmung fördern, Besucher aktiv einbinden, relevante Daten erfassen und einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Durch die Bereitstellung einer unterhaltsamen und einprägsamen Erfahrung gelingt es Unternehmen, die Aufmerksamkeit zu gewinnen und langfristige Beziehungen zu potenziellen Kunden aufzubauen - und das wortwörtlich spielend leicht.

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